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Gocomma i12 - Bluetooth 5.0 InEar Kopfhörer - Apple Airpod Klon

Aktualisiert: , von Marco Kleine-Albers

Der Gocomma i12 ist ein Apple Airpod Klon mit Ladekoffer und Touchfunktion.

Gocomma i12 wide

Dieser Kopfhörer ist nicht mehr neu auf Amazon erhältlich. Es ist ein Auslaufmodell.

Ich empfehle dir deshalb einen Blick auf die aktuellen Testberichte zu werfen oder meine Empfehlungen anzusehen.

Falls es einen Nachfolger zu diesem Produkt gibt, habe ich ihn direkt unter diesem Block am Anfang des Textes verlinkt.

Heute teste ich einmal einen Apple Airpod Klon von Gearbest. Er ist mit einem Preis von 20-30 Euro extrem günstig und es ist ein Kopfhörer, welcher nicht in den Gehörgang eingeführt wird. Deshalb ist er besonders interessant für Leute, die InEar-Kopfhörer ansonsten nicht so mögen.

 

 

Lieferumfang


Gocomma i12

Im Lieferumfang befindet sich Folgendes:

  1. Lightning-Ladekabel
  2. Anleitung (Englisch & Chinesisch)
  3. Ladekoffer und die Stöpsel

 

Wie immer gibt es ein Video zum Artikel.

 

 

 

 

Aufladen und Pairing


Ladekabel

Ladevorgang

Den Ladekoffer mit samt den eingelegten Kopfhörern habe ich zuallererst mit dem 20 cm langen Lightning-Kabel an den Strom angeschlossen. Das Kabel ist mit Steckern 20 cm lang, also etwas kurz.

Der Ladekoffer hat laut Angabe einen 300 mAh Akku verbaut und er benötigt etwa 2-3 Stunden, bis er voll geladen ist. Die Kopfhörer waren beim Ladevorgang auch eingelegt und diese benötigen ca. 1 Stunde, um sich voll aufzuladen. Bei ca. 50% Lautstärke habe ich eine Laufzeit von etwa zwei Stunden erreicht. Durch den Akku in der Box können wir die Kopfhörer unterwegs auch aufladen. Ich schätze 2-3 mal, wenn ich davon ausgehe, dass jeder Kopfhörer einen 50 mAh Akku verbaut hat. Genaue Angaben dazu konnte ich nämlich nicht finden, aber bei der Laufzeit und Größe müssten das etwa 50 mAh Akkus sein.

Während des Ladevorgangs blinkt eine LED im Inneren des Koffers rot. Wenn der Koffer voll geladen ist, dann sollte die LED von rot zu blau wechseln. Wenn der Koffer voll geladen ist, dann leuchtet die LED einfach permanent rot auf. Bei mir wurde die LED blau, als ich den Stecker gezogen habe.  Wenn ich die Kopfhörer einlege und lade, dann leuchtet oben eine LED rot und die unten leuchtet blau. Wenn die LED oben ausgeht, sind die Stöpsel voll geladen.

Wichtig: Wenn wir den Knopf an der Rückseite der Box drücken, dann gehen die LEDs aus und es wird nichts geladen!


Knopf und LED

Led von oben

Wird der Kopfhörer eingelegt und der Knopf nicht gedrückt, dann schalten sich die Stöpsel automatisch aus und laden sich auf. Nehmen wir sie das erste Mal heraus, dann schalten sie sich ein und begeben sich in den Pairing-Modus. Da blinken dann LEDs in beiden Kopfhörern abwechselnd rot und blau. Nach ein paar Sekunden, die Kopfhörer koppeln sich untereinander, blinkt die LED nur noch an einem Stöpsel rot und blau. Jetzt habe ich mein Smartphone geöffnet und in den Bluetooth-Einstellungen den "i12" ausgewählt, fertig.

Wenn wir den Kopfhörer das nächste Mal aus dem Ladekoffer nehmen, so stellt der die Verbindung automatisch wieder her.

 

Bedienung


Airpod Klon i12

i12

Beide Ohrstöpsel haben eine Touchfläche auf der Außenseite.

  • Wird diese kurz angetippt, so wird die Musik pausiert oder fortgesetzt.
  • Ein Doppeltippen links senkt die Lautstärke um eine Stufe. Doppeltippen rechts erhöht die Lautstärke dagegen um eine Stufe.
  • Dreimal links tippen springt ein Lied zurück und dreimal rechts tippen springt ein Lied vor.
  • Drücken und halten wir die Fläche für drei Sekunden, dann öffnet sich der Sprachassistent des Handys.
  • Hier ist es wichtig, nur drei Sekunden zu drücken. Drücken wir nämlich 5 Sekunden, dann schaltet sich der Kopfhörer ab. So ist es auch möglich, den linken abzuschalten und nur den rechten zu nutzen.

Anrufe können durch ein einfaches Tippen auch angenommen oder beendet werden.

 

Verarbeitung, Design, Tragekomfort


Im Ohr

Ladekoffer

Schlicht und schick sehen die Kopfhörer definitiv aus. Es sind ja auch Apple Airpod Klone. Alles ist aus Kunststoff gefertigt. Auch die Chromelemente, die einen Metallook haben, sind aus Kunststoff. Für einen Preis von 20 bis 30 Euro kann ich hier nichts wirklich bemängeln. Für den Preis gut. Auf den Fotos in der Galerie könnt ihr alles im Detail selbst sehen.

Die Stöpsel sind mit jeweils 3 Gramm sehr leicht. Wer In-Ears hasst bzw. es absolut nicht mag, Stöpsel in den Gehörgang zu schieben, für den sind diese flachen Stöpsel eine gute Alternative. Allerdings schirmen die Pods die Außengeräusche an sich nicht so gut ab. Das ist aber auch logisch.

Ich persönlich fand die Stöpsel deshalb auch super bequem. In leisen Umgebungen würde ich die Bauweise definitiv gegenüber In-Ears bevorzugen. Bei mir hält der Kopfhörer perfekt im Ohr. Auch bei meinem Dad hält er sehr gut. Meinem Dad werde ich die Kopfhörer nach dem Test nämlich schenken. Wie gut der Kopfhörer hält, ist generell von der Innenfläche samt Ohrknorpel abhängig. Der Durchmesser des Kopfhörers ist so groß wie bei einem 1 Cent (Euro) Stück.

Die Klappe der Ladebox hält magnetisch und lässt sich gut öffnen und schließen. Auch die Kopfhörer halten magnetisch. D.h sie müssen leicht angeschubst werden und gleiten dann von alleine in die Ladehalterung.

 

Klang


Mit dem iPhone und dem S5 klappt alles problemlos

Jetzt wird es besonders interessant, denn ich hatte zunächst ein Problem, was allerdings durch mein Motorola G4 verursacht wurde. Wenn ich den Kopfhörer mit meinem G4 verbinde, dann bricht die Verbindung ab, sobald ich das Handy aus der Tasche nehme oder es auch nur leicht von mir entferne. Ich habe den Kopfhörer dann noch an einem älteren iPhone und einem Samsung S5 getestet. Hier gab es keinerlei Verbindungsprobleme! Das Problem war also mein low-budget Motorola G4. Das G4 hat im Übrigen schon öfters mal Zicken mit diversen Audiogeräten gemacht.

Den Klang fand ich gut abgestimmt. Das heißt, den Bass fand ich kräftig und die Höhen und Mitten kamen auch deutlich. Also kein dumpfer Klang oder zu viel Bass, wie es oft der Fall ist. Neutral abgestimmt, so wie ich es mag. Ich habe hier deshalb auch keinen Equalizer eingesetzt. Wie immer habe ich querbeet Rap, Techno, Pop und Metal gehört. Hat mir gefallen. Hifi ist das natürlich nicht, aber für den Gebrauch im Alltag oder im Training wirklich gut. Natürlich ist das alles in Relation zu einem Preis von 20 bis 30 Euro zu sehen. Daher war ich vom Klang positiv überrascht.

Ein Problem gibt es jedoch, und zwar, wenn man Hörbücher hört. Hier fehlt nach einer kurzen Sprechpause der erste Buchstabe des nächsten Satzes. Das klingt dann abgehackt und dieses Phänomen kenne ich von preiswerten Bluetooth-Lautsprechern. Das liegt vermutlich am DSP-Modul. DSP ist der digitale Signalprozessor. 

Info: Das Problem liegt vermutlich daran, dass Hörbücher in den Sprechpausen wirklich eine Amplitude von nahezu Null haben. Ich vermute, dass der Chip dann zu schnell in den Energiesparmodus geht und dann direkt wieder daraus aufwacht und es dann zu einer 0,3 Sekunden Signalverzögerung kommt. Das ist aber nur eine Vermutung von mir!

Bei Videos auf Youtube trat dieses Phänomen aber nicht auf. Hören wir durchgängige Musik, so gibt es keine absolut leisen Passagen wie bei Hörbüchern. Bei durchgängigem Ton gibt es das Problem deshalb nicht. Zum Hören von durchgängiger Musik ist der Kopfhörer für den Preis wirklich eine positive Überraschung.

 

Technische Daten

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Gocomma i12
Title Gocomma i12 - Bluetooth 5.0 InEar Kopfhörer - Apple Airpod Klon
Hersteller Gocomma
Preis 20 - 50 EUR
Übetragungstechnik Bluetooth
Geräuschreduzierung(ANC) Nein
Ladestation Nein
Ladezeit ca. 1 Stunde
Zusammenfalten Nein
Ohrpolstermaterial unbekannt
Reichweite (Meter) 10
Surround Nein
Trägerfrequenz 2,4 GHz
Sonstiges Empfindlichkeit: -42dB ± 3dB
SNR: 92DB
Bluetooth-Protokoll: A2DP,AVRCP,HFP,HSP
Bluetooth-Version: V5.0

Herstellerangaben

  • Bluetooth 5.0
  • Empfindlichkeit: -42dB ± 3dB 
  • SNR: 92DB 
  • Ladezeit (Std.): 2H 
  • Musikzeit: 3 - 4H 
  • Standby Zeit: 200H 
  • Sprechzeit: 3 - 4H
  • Bluetooth-Protokoll: A2DP,AVRCP,HFP,HSP 
  • Ladekoffer hat einen 300 mAh Akku

Lustig ist, dass das Lightningkabel, wenn man es bei Apple kauft, soviel kostet wie der ganze Kopfhörer hier.

 

Mikrofontest

Mit dem Kopfhörer kann man auch telefonieren und oben im Video gibt es eine kurze Testaufnahme mit dem Mikrofon. Die Qualität ist ok, aber zum Telefonieren kaufe ich mir solche Stöpsel definitiv nicht.

 

Fazit

Zuallererst ist das mit eines der preiswertesten TWS Bluetooth-Modelle, die ich bis jetzt getestet habe. Es handelt sich beim Gocomma i12 um einen Apple Airpod-Klon. Die originalen Apple Airpods kosten, soweit ich weiß, um die 200 Euro. Ich hatte noch nie welche in der Hand und das Video hier ist auch kein Vergleichsvideo.

Der Preis liegt je nachdem zwischen 20 und 30 Euro und für den Preis macht man hier nichts falsch. Das sehe ich zumindest so. Der Klang ist für den Preis gut, es gibt eine Touch-Steuerung und einen Ladekoffer. Wenn ihr also ein besseres Smartphone habt und nicht so ein low-budget Modell wie ich und außerdem keine InEar Kopfhörer mögt, welche in den Gehörgang eingeführt werden müssen, dann ist dieses Modell eine sehr preiswerte Lösung. Für Hörbücher eignet er sich allerdings, aus genanntem Grund, nicht. Wenn ihr ein billiges Smartphone mit einem schlechten Audiochip habt, wäre ich vorsichtig. Weder mein Moto G4 noch mein altes, gerootetes Moto G2 haben eine stabile Verbindung zustande gebracht. Da es aber mit dem Samsung S5 und dem iPhone einwandfrei funktioniert hat, liegt es aber am G4/G2 Smartphone.

Wenn der Kopfhörer eingeschaltet wird, dann ertönen Sprachhinweise "left channel", "right channel" und dann "connected". So hören wir immer direkt, ob die Verbindung erfolgreich war. Der Kopfhörer stammt von Gearbest, einem chinesischen Onlineshop, daher war der Preis auch recht niedrig. Der einzige Nachteil sind die Lieferzeiten von ca. 15–30 Tagen.

Den Kopfhörer werde ich im Anschluss meinem Dad schenken, denn der mag keine InEar-Kopfhörer, die in den Gehörgang eingeführt werden müssen und deshalb ist der i12 für ihn geeignet. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, dann werde ich diese im Testartikel nachtragen.

 

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Über mich

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Hallo, ich bin Marco

Marco testet seit über 10 Jahren immer die neusten Kopfhörer für euch und schreibt auch aller Hilferartikel auf dieser Seite. Marco ist begeisterter Technikenthusiast, Medieninformatiker und betreibt den Youtube-Kanal Mega-Testberichte.

So wird getestet und hier erfährst du mehr über mich und wie du mein Ein-Mann-Projekt unterstützen kannst.

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