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Ganz einfach: Akkulaufzeit eines Funkkopfhörers verbessern

Aktualisiert: , von Marco Kleine-Albers

Dein Funkkopfhörer hält nicht mehr lange durch oder hat generell eine zu geringe Laufzeit? Der Akku lässt sich oft leicht tauschen und ich zeige dir wie es geht.

Funkkopfhörer Akkulaufzeit
Marco Kleine-Albers
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In diesem Artikel geht es um Funkkopfhörer. In meinem separaten Artikel erfährst du, wie du die Akkulaufzeit eines Bluetooth-Kopfhörers verlängern kannst.

Ein neuer Akku für mehr Laufzeit

Der Funkkopfhörer läuft nicht mehr so lange, weil seine Akkus alt sind.

Je länger und häufiger ein Akku verwendet wird, desto mehr Verschleißerscheinungen in Form von Leistungsabfällen treten auf. Um dieses Problem zu lösen, tauschen wir einfach die alten Akkus gegen neue, leistungsfähigere aus.

Die meisten Funkkopfhörer nutzen AAA-Akkus (Micro), welche im 4er-Pack für um die 10 Euro erhältlich sind. Es gibt die Akkus mit verschiedenen Kapazitäten, welche in mAh angegeben wird.

Zwei AAA-Akkus in einem Funkkopfhörer

Je höher der mAh-Wert, desto länger hält der Akku durch. AAA-Akkus mit Kapazitäten von 1000 -1300 mAh bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Es gibt natürlich auch noch bessere Akkus, aber da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr.

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Der Austausch der alten Akkus

Bei den meisten Modellen befinden sich die Akkus unter den Ohrmuscheln. Hier sind zwei Beispielbilder eines Sennheiser Funkkopfhörers.

Akkus des Funkkopfhörers
Ohrmuschel abmontiert

Bei diesem Sennheiser-Modell können die Ohrmuscheln leicht gedreht und dann abgenommen werden. Simpel, einfach und praktisch. Nun müssen nur noch die alten Akkus herausgenommen werden, die neuen eingelegt und der Funkkopfhörer geladen werden.

Die meisten Hersteller liefern schwache Akkus mit (500-600 mAh). Wir haben diese soeben durch doppelt so starke ausgetauscht und der Funkkopfhörer hält jetzt deutlich länger als davor.

Akkus bei Philips: Kurzmantelakkus

Kurzmantelakkus in einem Funkkopfhörer

​Philips Modelle nutzen oft sogenannte Kurzmantelakkus. Im Bild oben seht ihr die Kurzmantelakkus in einer Ohrmuschel. Es ist hier deutlich zu sehen, dass diese Akkus unten (da wo der Akkuboden flach ist) einen silbernen Ring haben. In diesem Bereich wurde die Ummantelung weggelassen.

Falls du ein Modell besitzt, welches mit solchen Akkus betrieben wurde und du dann normale Akkus einlegst, dann wird sich der Kopfhörer nicht aufladen bzw. nicht funktionieren.

Du musst hier also neue Kurzmantelakkus besorgen oder sie selbst machen.

Kurzmantelakkus selber machen

Du kannst die Isolierung auch selbst entfernen. Nutze dazu ein Messer, verletze die Metallhülle aber nicht!

Hülle anritzen
Hülle entfernt

Probleme?

Es gibt einige Probleme, die zwar selten auftreten können, aber dennoch erwähnenswert sind. 

Das erste Problem tritt auf, wenn ein Hersteller einen festen Akku verbaut hat, der nur schwer erreichbar ist oder sich erst gar nicht entfernen lässt. Der Ausbau eines solchen Akkus erfordert Werkzeug und etwas Geschicklichkeit. Eventuell muss auch gelötet werden.

Ist der Akku ausgebaut, dann garantiert das jedoch nicht, dass wir auch einen passenden Ersatzakku kaufen können. Proprietäre Akkus sind leider oft nur direkt vom Hersteller erhältlich. Wenn der Hersteller diese nicht verkauft, kann es schwierig sein, einen Ersatz zu finden.

Bisher bin ich jedoch nur bei einigen wenigen Modellen auf dieses Problem gestoßen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich fast ausschließlich Modelle namhafter Hersteller getestet habe, darunter Sennheiser, AKG, Sony, Philips und andere.

Über den Autor

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Hallo, ich bin Marco

Marco testet seit über 10 Jahren immer die neusten Kopfhörer für euch und schreibt auch aller Hilferartikel auf dieser Seite. Marco ist begeisterter Technikenthusiast, Medieninformatiker und betreibt den Youtube-Kanal Mega-Testberichte.

So wird getestet und hier erfährst du mehr über mich und wie du mein Ein-Mann-Projekt unterstützen kannst.

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Kommentare

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Gespeichert von KilonBerlin (nicht überprüft) am Mo., 20.03.2017 - 21:15 Permalink

Dann einfach die seit April 2013 erhältlichen Panasonic Eneloop einlegen und für die nächsten 10 bis 15 Jahre ist alles "klaro", egal wieviel mA die Kopfhörer (bei den Sennheiser TR 118 bzw SR 118-8 in Europa liefern die Bügel jeweils 60 mA für die 2x AAA die hinter einer Ohrmuschel stecken, Gesamtgewicht ist völlig akzeptabel leicht. Aufladung mit 2 x 60 mA bei 1,2 Volt ist nur beim ersten mal für volle 16 Stunden nötig, ansonsten wie gesagt packt man sie so oder so bei jeder kleinen oder größeren Pause auf den Ladebügel, da kein Memory-Effekt mehr existiert ist das auch kein Problem mehr :)

("Normal", weder "lite" noch "Pro") rein und das Problem ist gelöst. Diese Babys haben wohl die derzeit weltweit niedrigste Selbstentladung bei Ni-Mh-Akkus. Die normale Version ist ein Kompromiss aus: Energie (mind 1.900 bis 2.000 mAh bei Mignon AA) und dafür aber angegebene 2.100 Ladezyklen (oder sogar mind.?!) sowie eine sehr geringe Selbstentladung. Nach 5 Jahren sollen noch 75% (unter Optimalbedingungen muss man allerdings sagen, steht natürlich nicht dabei), vorhanden sein wie einige Tests auch offenbar schon in etwa bewiesen haben, obwohl die Akkus noch gar keine 5 Jahre in der 4. Generation auf dem Markt sind.

Die "lite" Variante bietet sogar 3.000 Ladezyklen und minimal verbesserte Selbstentladung (aber nicht nennenswert, nur die Zyklen sind mit 3.000 extrem), dafür jedoch hat sie sogar in der AA-Größe nur mind. 950 mAh bis 1.000 mAh. Wer sowieso schon wie ich Ladegeräte dabei hat und bei Bestellwert von xyz den Porto spart, da kann man dann noch die kaufen und dann gibts den Versand kostenfrei und statt der Versandgebühren sind dann noch ein paar solcher Dinger (in meinem Fall "normale" AAA-Micros von Eneloop mit 750 bis 800 mAh sowie 2.100 Zyklen und ebenfalls nach 5 Jahren noch 75%, wie die normalen AA...

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Gespeichert von Andreas Geisler (nicht überprüft) am Sa., 28.03.2020 - 09:07 Permalink

Vielen Dank für den Tipp mit dem Kurzmantelakku.
Ich hatte mir für den Funkkopfhörer neue Akkus mit 800 mA anstatt 500 mA gekauft und mich gewundert, dass die neuen Akkus nicht geladen werden.
Den Begriff Kurzmantelakku hatte ich zuvor noch nie gehört.

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